Stadionverbot

Info zum Besuch von Vorbereitungs- bzw. Freundschaftsspielen mit Stadionverbot

 

Der 1. FC. Nürnberg untersagt seinen Fans, die z. Zt. mit einem aktuellen Stadionverbot behaftet sind, den Zutritt zu seinen Vorbereitungs- bzw. Freundschaftsspielen.

Praxis bei der Vergabe eines Stadionverbotes

 

Wir wollen hier einmal die gängige Praxis bei der Vergabe eines Stadionverbotes anhand eines Beispiels aufzeigen:

Fan A fährt in die Stadt B, um seinen Verein zu unterstützen. Die Anreise erfolgt mit dem Zug, der Fan reist alleine, ist aber mit mehreren Fans des gleichen Vereins zwangsläufig im Zug. Angekommen in der Auswärtsstadt B, läuft der ortsunkundige Fan solidarisch mit den anderen angereisten Fans durch die Stadt B, um die Zeit bis zum Spielbeginn zu verkürzen. Man besucht gemeinsam eine Gaststätte und macht sich dann wieder gemeinsam auf den Weg zum Stadion. Am Stadion angekommen, wird die Gruppe von der Polizei aufgehalten, eingekesselt, und es werden die Personalien aufgenommen. Fan A erfährt von den Polizeibeamten, dass eine Gruppe Fans, ähnlich der Anzahl dieser Gruppe, in der Innenstadt Passanten beschimpft habe. Fan A und die weiteren Personen der eingekesselten Gruppe haben sich jedoch nichts vorzuwerfen und glauben an eine Verwechslung, die sich schnell aufklären lässt.

Dies ist dann aber nicht so, denn die Gruppe wird in Polizeiwagen auf die Wache gefahren! Hier werden dann von der kompletten Gruppe Fotos gemacht, die Gruppe wird zudem erkennungsdienstlich behandelt (Fingerabdrücke) und dann bis lange nach Spielende in Gewahrsam gehalten. Bevor die Gruppe dann wieder ihre Heimreise antritt, eröffnet die Polizei Fan A und den anderen seiner Gruppe, dass gegen alle ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet wird.

Stadionverbot auch bei Freundschaftsspielen?

 

Die Rot-Schwarze Hilfe hat beim Fanprojekt Nürnberg nachgefragt, ob ein bundesweites Stadionverbot auch bei Freundschaftsspielen greift?

Laut Martin Spitzl (DFB-Sicherheitsbeauftragter) gibt es in den DFB-Statuten eine Spielstätten-Verordnung, die besagt im § 41 Absatz 2, dass für alle Vereine die sich im Lizenzspielbetrieb befinden (1. bis 3. Liga) das Stadionverbot grundsätzlich auf alle Spiele bezieht - Freundschaftsspiele werden dann zu "Bundesspielen".

Ausnahmenregelung: Falls es ein Benefizspiel ist, wo der Veranstalter nicht der gastgebende Verein ist.

Das bedeutet für Fans des 1. FC. Nürnberg: 10.07. Aue und 11.07. Erfurt gilt das Stadionverbot!!!

Engere Kommunikation bei Vergabe von Stadionverboten durch den 1. FC. Nürnberg mit der Rot-Schwarzen Hilfe

 

Die Rot-Schwarze Hilfe hatte am 16. Oktober 2008 die Möglichkeit, beim neuen Leiter für den Stadion- und Spielbetrieb beim 1. FC. Nürnberg, Daniel Kirchner und beim Fanbeauftragten Jürgen Bergmann die Vergabe der Stadionverbote zu „verfeinern“.

Man einigte sich, die Zusammenarbeit zu intensivieren:

Eine Weitergabe der Daten an die Rot-Schwarze Hilfe, falls ein Stadionverbot ansteht, ist aus datenschutztechnischen Gründen nicht möglich. Die Fans, die Stadionverbot erhalten sollen, werden vom FCN angeschrieben und in dem Schreiben wird eine 14 tägige Anhörungsfrist zum Stadionverbot eingeräumt.

In diesem Schreiben wird wie folgt auf die Rot-Schwarze Hilfe hingewiesen: Als weitere Option besteht die Möglichkeit, mit der Rot-Schwarzen Hilfe in Kontakt zu treten: Tel.: 0163 – 134 50 85   oder   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Über die Tätigkeit und die Ziele der Organisation können Sie sich unter www.rot-schwarze-hilfe.de umfassend infomieren.