Klartext

Ungeheuerlicher Verdacht: Glubbfan in Braunschweig von Polizei gefoltert?

 

Was uns da verschiedene Mitglieder vom Auswärtsspiel in Braunschweig am 15. September 2013 zu berichten haben, ist mehr als beängstigend. Nachdem ca. 15 Fans vor dem Spiel eine Kneipe in unmittelbarer Nähe des Stadions besuchten, erklärte ihnen die Polizei, falls Personen die Örtlichkeit verlassen wollten, würden sie in Gewahrsam genommen.

Freiheitsentziehende Androhung, obwohl keinerlei Gründe vorliegen, ist aus unserer Sicht schon sehr grenzwertig! Um jedoch Ärger mit der Polizei zu vermeiden, fügte man sich, blieb in der Kneipe und lauschte der Berichterstattung im Radio. Ungefähr zur 75. Minute sollten die Fans aber dann auf einmal auf Anordnung der Polizei die Kneipe verlassen, um von den Beamten zu ihren Heimfahrgelegenheiten gebracht zu werden.

 

Dass es der Polizei ziemlich egal war, ob Leute noch ihre bezahlten Getränke verzehren oder am Spielautomaten ihr bereits eingeworfenes Geld verzocken wollten, merkte die Gruppe spätestens, als die Kneipe von ca. 30 behelmten und bewaffneten Polizisten gestürmt wurde. Faustschläge und Knüppeleinsatz sollten für die Polizei den langweiligen sonntäglichen Einsatz wohl etwas auflockern.

Ein Mitglied der Gruppe wurde dann beim Verlassen der Kneipe sehr spektakulär verhaftet. Mindestens drei Beamte warfen den jungen Mann zu Boden, fesselten ihn mit Kabelbindern und drückten seinen Kopf mittels Knie und Körpergewicht auf den Boden.

Nun bestellte ein Polizist für den Abtransport laut rufend einen Wagen, "aber mit verdunkelten Scheiben"! Tatsächlich wurde ein Auto herangefahren, dass diese Anforderung erfüllte. Im Wagen musste der Malträtierte sich - immer noch gefesselt - auf den Boden knien und seinen Kopf auf den Sitz legen, damit ein Beamter während der Fahrt weiterhin seinen Kopf mit seinem Knie und Körpergewicht fixieren konnte. Auf Schmerzensrufe oder Bitten, zumindest in den Kurven das Gewicht vom Kopf zu nehmen, wurde nur hämisch gelacht. Ein Lösen der viel zu engen Kabelbinder wurde ebenfalls verwehrt und man machte sich noch lustig darüber, dass aufgrund der Konzertbändchen um das rechte Handgelenk zumindest hier die Striemen am nächsten Tag nicht so zu sehen wären.

Nach einer dem Betroffenen endlos erscheinenden Fahrt war dieser dann äußerst überrascht, dass beim Aussteigen aus dem Polizeiauto die vorher besuchte Kneipe in 100 Meter Sichtabstand vor ihm auftauchte …