Abgeschlossene Fälle

Nürnberger SKB macht Rücknahme einer SV-Klage nötig

 

  • Ein RSH-Mitglied erhält ein SV über 1 1/2 Jahre. Der Vorwurf: Vermummung und „Stürmung“ eines Gästeblockes.
  • Das Mitglied räumt ein, sich kurzfristig vermummt zu haben, mehr aber auch nicht. 
  • Da sich der Hauptvorwurf „Stürmung“ in den 1 1/2 Jahren irgendwie widerspiegeln muss, hätte bei seinem Wegfall eine deutliche Verkürzung des SV durch den vergebenden Verein (Spvgg Greuther Fürth) zu erfolgen.
  • Nach Aktenlage gibt es keinen Beleg für eine Beteiligung des Mitglieds an einem „Sturm“.
  • Der Verein verkürzt auf ein Anschreiben hin nicht. Die Vermummung lange auch.
  • Im Klageverfahren kommt das Thema „Stürmung“ erneut auf. Nunmehr wird plötzlich Beweis durch einen polizeilichen Zeugen angeboten, der die Beteiligung an einer Stürmung bestätigen könne.
  • Aufgrund dieser aus dem Nichts auftauchenden Behauptung und aufgrund der Tatsache, dass nicht abschätzbar ist, was der Beamte in dem Verfahren vortragen wird und ob dann nicht die Aussage des RSH-Mitglieds, nicht gestürmt zu haben, als Lüge und damit versuchter Prozessbetrug deklariert werden wird, entschließt sich dieses zur Klagerücknahme.

Mit dem Thema Stadionsturm mussten wir uns schon einmal auseinandersetzten: Was ist eigentlich ein Stadionsturm?

Jeder Versuch, beim Thema Stadionverbotsklagen irgendwie Rechtsprechung zu erhalten, wird vehement im Vorfeld durch die Polizei torpediert. Um es vorsichtig zu formulieren: Auch die Gerichte bzw. die ganze Justiz sind mit dem Thema überfordert und sehr voreingenommen. Es kommt uns schon fast so vor, als ob sich die Gerichte mit Händen und Füßen wehren, um keine Urteile aussprechen zu müssen, die es Fans ermöglichen, gegen willkürliche Stadionverbote vorzugehen.